Während die "elektronischen Bioresonanzler" den Patienten als "aktives elektronisches Element" in den Regelkreis ihrer Geräte einbezogen, nutzten die "informatorischen Bioresonanzler" (die Radioniker) weiterhin den "Stimmgabel-Effekt" für den Probanden, erzeugt durch Rates (im Volksmund: "Raten") und nicht immer mit "Fernanalyse und -balance" - ohne die zwingende Zuführung von Energie von außen (Netz-, Batteriestrom).

Im ersten Fall fungiert der Patient selbst als "variabler, steuerbarer Wellengenerator mit Feedback-Potential", im zweiten wird ein externer "Wellengenerator" benötigt, um – bei richtig gewählter "Welle" – den Patienten zum Mitschwingen anzuregen. Die elektronische Bioresonanz wird daher auch "Biokybernetik" (da direkt in die Steuerungsmechanismen eingegriffen wird) genannt, während die andere als "Resonanz-Therapie" (ohne "Bio") oder "Radionik" bekannt geworden ist.

Allerdings: Die Biokybernetik-Geräte sind Hybriden, denn sobald von außen in den Regelkreis eine patientenfremde Schwingung, beispielsweise die einer homöopathischen Ampulle, eines Edelsteines etc., zugeleitet wird, findet – je nach Geräte-Einstellung – eine Resonanz-Therapie oder eine kombinierte "biokybernetische Resonanz-Therapie" (teilweise auch "erweiterte Bioresonanztherapie") statt.

Es standen sich nun zwei Fronten gegenüber: Die Biokybernetiker mit ihren elektrischen/elektronischen Bioresonanz- und Messgeräten und die Radioniker mit ihren stromlosen Konstrukten und den Pendeln und Wünschelruten.

Aufgrund "leichterer Plausibilität" und adäquaten Preisen wurden die Elektronik-Exponate eher im medizinischen (Heilpraktiker und Ärzte) Bereich installiert. Dem gegenüber wurden die Radioniker ein wenig von oben herab betrachtet mit ihren elektronikfreien oder -armen "Kisten", denen ein "richtiger" Elektroniker kaum oder nichts Handfestes abgewinnen konnte, und ihren Pendeln und Ruten.

Radioniker verfügten "üblicherweise und traditionsgemäß" weniger über solide medizinische Ausbildung (heute hat sich das oft geändert), sondern kamen oft als Quereinsteiger aus den Bereichen der Philosophie, der Pädagogik, der bildenden und musischen Künste, der Ingenieurswissenschaften usw. oder aber aus Handwerksberufen.

Mit der Zeit geriet ein wenig in Vergessenheit, dass beide "Konfessionen" dieselben Wurzeln hatten - und dieselben Ziele.

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